Nach nun ziemlich genau einer Woche im Trainingslager melde ich mich nun mal wieder.
Langsames Internet dank fehlendem UMTS, nicht vorhandener Stromdose an meinem Bett und der absoluten Übermüdung, bin ich bisher einfach nicht dazu gekommen.
Nun haben wir noch 1 ½ Tage auf der Insel Usedom, um genau zu sein in Zinnowitz, um uns auf die bevorstehende Saison vorzubereiten.
Meine Trainingspartner machen durch die Bank einen sehr guten Eindruck. Ich habe bei einigen Programmen und Einheiten so meine Mühe mich gegen meinen Kopf und schlechten Allgemeinzustand durchzusetzen.
Die mehr als drei Wochen Krankheit und erst zwei Wochen Aufbautraining machen sich bemerkbar. Trotz alledem sind die Fortschritte deutlich sichtbar. Ich schätze, die vergangene Woche hat mir soviel gebracht wie sonst drei normale Wochen.
Auch habe ich wieder einiges über mich erfahren, in den paar Tagen. Mit 24 Jahren weiß man ja noch nicht alles und schon gar nicht über sich selbst:
- Jugendliche sind wirklich anstrengend und so schnell nicht zur Ruhe zu bringen
- Ich bin ein Tier wenn es darum geht lang in der Sauna sitzen zu bleiben
- Ich nasche wirklich gern
- Auch ohne bzw. in deutlich geminderter Menge Cola geht’s mir super gut
- Ich bevorzuge ganz klar Einzelzimmer
Eine ganz interessante Sache habe ich beim Essen festgestellt. Ich esse deutlich weniger bei höherem Kalorien und Nährstoffverbraucht. Nach einem Auftakt gegen 6:30 Uhr gibt es bereits 7:30 Uhr Frühstück. Nach der ersten Einheit gibt es Mittag gar schon pünktlich um 12 Uhr. Kaum hat man ein wenig Ruhe gefunden geht’s los zur letzten Einheit damit dann pünktlich 18 Uhr das Abendessen beginnen kann. Damit der Tag gut ausklingt, wird der Tag meist mit einem lockeren Dauerlauf zum Ausklang gebracht. Gut: manche verwechseln diesen gemütlichen Dauerlauf auch gern mal mit einem olympischen Marathon.
Dieses Einhalten von festen Zeiten für Mahlzeiten scheint mir wirklich etwas zu bringen. Die Portionen sind nun auch nicht übermäßig groß, sie sind halt ausgewogen.
Hier sehe ich noch deutliches Potential um mich zu verbessern.
Mir fällt es an einem normalen Arbeitstag an dem ich Training habe, schwer die Zeit zwischen 12 und 22 Uhr zu gestalten. Spätestens um 17 Uhr geht es los zum Training um pünktlich, um 18 Uhr, zu starten. Mit Duschen, Umziehen und Rückfahrt vergeht so seine Zeit, so dass ich nicht vor 21/22 Uhr zu Hause bin.
Ein paar Tage bleiben mir ja noch, um mir darüber Gedanken zu machen wie über so viele andere Dinge die mir so im Trainingslager eingefallen sind.
Am Dienstag geht’s dann erstmal wieder zurück nach Hause um nach einer kurzen Verschnaufpause mit dem zweiten Zyklus des Trainingsprogramms zu starten.
Schon verdammt lässig sich den Tag fast nur mit Sport zu beschäftigen.
Für die Tage am Donnerstag wünsche ich mir dann viel Sonne, angenehme Temperaturen und einen ruhigeren Schlaf.