Dienstag: ein guter Tag zum Sterben

18. Dezember 2008

Was etwas zynisch klingt ist gar nicht so weit hergeholt. Dienstagmittag schaltet zu Übungszwecken die Berliner Feuerfehr-Leitstelle auf die „Rückfall-Ebene” und versucht sich in der Pflege von historischen Abläufen. Da werden dann Handzettel gereicht  mit denen die etwa 50 Angehörigen der Leitstelle die Aufträge einer Großstadt koordinieren.

Es kann nicht garantiert werden, dass bei dem hohen Einsatzaufkommen einer Großstadt nicht der eine oder andere Zettel verloren geht.

Herrlich finde ich den Vergleich

Der Tower des Flughafen Tegels werde auch nicht ausgeschaltet, um zu sehen, ob die Flugzeuge trotzdem sicher landen

Gefunden: Morgenpost.de

Fußball-Derby: Verhältnismäßigkeit bei der Berliner Polizei

12. Dezember 2008

Die Berliner Polizei hat anscheint Probleme mit der verhältnismäßigen Anwendung von Gewalt. Ein Video was im Internet aufgetaucht ist zeigt ganz klar einen Berliner Polizisten wie er ohne körperlichen Angriff einen Fußballfan mit der Faust ins Gesicht schlägt.

Abgespielt hat sich der Vorfall beim Fußball-Derby Tennis Borussia vs. BFC Dynamo Berlin. Ich persönlich konnte mich vom massive Polizeiaufgebot überzeugen als mich mein Weg am Sonntag zum am S-Bahnhof Westkreuz vorbei brachte.

Dort standen blau gekleidete Polizisten der Hundertschaft in ihrer für viele sicherlich angsteinflößenden Schutzkleidung. Eine Bedrohung war weit und breit nicht zu sehen und ich stelle mir bereits am Bahnhof wartend auf die S-Bahn die Frage: „Wer bezahlt diesen ganzen Einsatz”.

Laut der Berliner-Morgenpost waren immerhin 600 Polizisten vor Ort die kurz vor dem Abpfiff des Spiels den Fanblock mit etwa 1.300 BFC Anhängern räumt.

Am Ende darf wieder der Steuerzahler für diesen großangelegten Berufsausflug der Berliner Polizei aufkommen. Wenn Fußball-Clubs ausschließlich aus gewaltbereiten Anhängern besteht oder eine Gefahr von einer angesetzten Partie ausgeht, dann muss diese halt unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Dem Artikel kann man entnehmen das der BSC anscheint bemüht ist und gar sein eigenes Security-Team bzw. Sicherheitsdienst mit zum Auswärtsspiel bringt.  Das sollte Schule machen!

Autobauerkrise erwischt auch mich

3. Dezember 2008

Da liest man von „Düstere Prognose” , „34 Milliarden Euro für GM, Ford und Chrysler“, “Absatzkrise torpediert Opel-Rettung” und schüttelt nur noch den Kopf.

In meinem Fall aber nicht weil ich großartiges Mitleid habe mit der Industrie die es ja wissendlich in Kauf genommen hat und gegen den Trend versuchte Autos zu verkaufen. Das gelingt Ihnen nun nicht mehr. Die Autos werden aber auf den Straßen nicht fühlbar weniger. Was in den letzten Jahren auffällt ist aber das viele Autos immer kleiner, sparsamer und ein wenig grüner werden.

Der deutsche Autofahrer ist nämlich clever, der stellt sich ein auf die aktuelle Situation und da heißt es vielleicht auch dem etwas unbekannteren Japan vertrauen wenn der einen für einige Liter Benzin weniger, täglich zu Arbeit bringt.

Vor ein paar Woche wollte ich dem deutschen Traditions-Unternehmen Opel, was heute ja gar nicht mehr so deutsch ist wie so mancher eigentlich glaubt, mein  schwer verdientes Geld für ein praktisches Auto zur Verfügung stellen. Ich habe keine großen Ansprüche bis auf die Geräumigkeit des Wagens und freute mich bereits auf den Mini-Van Meriva.

Die Freude sollte nicht lange anhalten. Nach etwa zwei Woche kam der Anruf das, dass bestellte Auto im Moment nicht lieferbar sei und die versprochenen 10 Wochen Lieferzeit nicht eingehalten werden können. In Stuttgart, ja da hätte ich Anfang des nächsten Jahres einen bekommen können. Der wäre wohl gerade wieder frei geworden. Hoffentlich nicht auch ein Opfer der herbeigerufenen Finanzkrise.

Nun hoffe ich das die Franzosen von der Finanzkrise nicht so arg gebeutelt werden das sie vor lauter Schreck die Arbeit gleich niederlegen und bestellte Autos nicht mehr ausgeliefert werden können.
Also Renault, ich rechne fest damit das Ihr die ungewissen Lieferzeit von Opel und 20 Wochen für einen Ford Focus toppt und ich vor dem Frühling mein Auto vor der Tür zu stehen habe.

Job-Interview

2. Dezember 2008

Verhältnismäßigkeit bei einem 18. Geburtstag

29. November 2008

Was ist verhältnismäßig? Das frage ich mich, seit dem ich gehört habe, was ein Sportfreund zu seinem 18. Geburtstag erhalten hat.

Fangen wir gleich an mit den Vorurteilen: Ja ich bin ziemlich neidisch.

Ist es verhältnismäßig wenn einem 18 Jährigen neben seinem Führerschein für Auto und Motorrad, ein Motorroller, ein neues Spitzen-Handy und Unmengen an Geldeinheit geschenkt wird? War es die richtigen Geschenke, wenn der Beschenkte es für selbstverständlich hält, dass er zum Beispiel seinen Führerschein, ich wiederhole noch einmal, Führerschein für Auto und Motorrad, von seinen Eltern bezahlt bekommt?

Ist es auch dann noch vertretba,r wenn der Beschenkte sich sonst Geld borgt von Freunden borgt und immer erst auf Nachfrage und meist Wochen später seine Schulden begleicht?

Vielleicht bin ich kleinlich.?Vielleicht kann man ja mal 10 Euro da und 30 Euro Schulden dort vergessen.

Meine Eltern haben  immer versucht, mich so weit wie möglich zu unterstützen auch finanziell. Sie haben es aber nicht versäumt, mir die Wertigkeit solcher Unterstützung zu vermitteln. Man hat mir einiges an Werten mitgegeben. Wenn ich was erreichen will, dann muss ich was dafür tun. Das war ein wichtiger Grundsatz, den ich mitgenommen habe. In der Regel ist das Erreichen von Materiellen mit Arbeit verbunden.

Ich wollte nie abhängig sein von meinen Eltern auch wenn ich es natürlich trotzdem bin. Bereits bei meinem ersten Praktikumsgehalt habe ich einen Teil meines monatlichen Gehaltes zu Hause abgegeben. Ich verdiene Geld, dann kann ich auch einen Teil meines Unterhaltes begleichen.

Was machen Menschen, wie der oben beschriebene Sportfreund wenn Mama und Papa einmal in eine Situation kommen, ihr Kind nicht in diesem Umfang zu unterstützen zu können?

Wenn ich einmal Kinder haben werde, dann habe ich mir vorgenommen, mit dem Thema Führerschein folgendermaßen umzugehen. Ich kann nur hoffe das meine späteren Kinder diesen Artikel nicht per Google wieder finden.

Den Kindern muss klar sein, dass sie selbstständig für den Führerschein aufkommen müssen. Je nachdem, wie sie sich anstellen, werde ich dann vermutlich nach der Hälfte der Zeit meine Unterstützung geben und den Kindern empfehlen, ihr gespartes Geld weiterhin zu sparen.

In meinen Augen eine viel bessere Lösung.

Seit einigen Wochen verfüge ich ja nun auch ich über einen Führerschein. Meine Eltern dachten die ganze Zeit, dass die unglaublich lange Zeit, die ich für den Führerschein benötigt habe, an finanziellen Engpässen meinerseits lag. Die Wahrheit ist, das es mir alleine an Zeit fehlte. Ich musste mich fast wehren keine finanzielle Unterstützung zu erhalten. Und ich muss sagen, dass ich ziemlich stolz auf mich bin!

Digitale Kompetenz im Arbeitsleben

27. November 2008

von uns erwartet man jederzeit die Bereitschaft zu lernen. Digitale Kompetenz gehört dazu. Heute ist es in vielen Berufen und Firmen nicht mehr ausreichend das man weiß wie man eine Maus und Tastatur bedient.

Fast selbstverständlich müssen viele mit dem Internet umgehen können, alles und jeden per Google finden, den Blackberry bedienen und bei jedem Buzzwort mitgehen können.

Arbeitgeber machen es sich leicht. Nur wenig, meist größere Konzerne, bieten Ihren Mitarbeitern entsprechende Tutorials und Schulungen während der Arbeitszeit an.

In Medienagenturen, Design-Studios, Werbe- und IT-Buden wird  besonders häufig überdurchschnittliche Internetkompetenz erwartet und gefordert.
Facebook, Youtube, Blogs, Podcast und SocialNetworking im Allgemeinen sind wichtige Bestandteile dieser geforderten Kompetenz.

Das funktioniert aber nicht wenn das Internet im Firmennetzwerk reglementiert wird und man die Abmahnung beim erwischen des surfen in Facebook erwarten muss.

Was für ein Dilema! Das Ergebnis ist gefährliches Halbwissen. Was manche Medienagentur ihren Auftraggeber erzählen wenn diese mit Ideen wie Blogs und Podcast kommen, da rollen sich die Zehnnägel hoch. Wie soll sie es auch besser wissen? Nach einer 60 Stundenwoche lässt man sich nur noch berieseln und ist meist nicht mehr pro activ im Internet unterwegs.

Ein schönes Beispiel von Kompetenz in neuen Medien liefert der Dozent 2.0, Bernd Schmitz.

Der Dozent der RFH Köln scheucht seine Studenten mit “einer zarten Peitsche”, wie es der Pod Pimp beschreibt, durchs Web 2.0. Klausurergebnisse gibt es da auch schon mal per Twitter.

Staatsschutz zieht alle Register – Wie viel Antisemitismus kann von einer Schülerdemo ausgehen?

26. November 2008

Die Taz schreibt im Nachgang der Berliner Schülerdemonstrationen am 13. November in  Ihrer gestrigen Ausgabe, dass die Polizei  bzw. der Staatsschutz nun bei Ihren Ermittlungen „alle Register” ziehen werden. Der HU- Präsident Christoph Markschies verurteilt die Aktion der Schüler nicht nur als „planmäßige Aktion”, er betitelt den Vorfall tatsächlich  als „antisemitischen Akt”. Man will nun gar Schülerspucke analysieren und nach DNA-Material untersuchen.

Einige Aktivisten schlugen deutlich über die Strenge und verwechselten die bis dahin friedliche Demonstration mit einem 1. Mai Schlacht. Man stürmte die Humboldt-Universität und besetzte diese.

Zur gleichen Zeit fand eine Ausstellung über jüdische Unternehmer und Unternehmen in der HU statt. Die Schüler hatten vermutlich wenig Sinn für eine solche Ausstellung.  Wahrscheinlich ist niemand wirklich aufgefallen was man mit der Beschmutzung und teilweise Zerstörung der Ausstellungsgegenstände anrichtet.

Es waren Schüler am Werke, geleitet von einer Eigendynamik. Ich will die Aktion nicht gut heißen. Das war sicherlich ein beschämendes Verhalten der Berliner Schüler und man wird sicherlich den ein oder andern dafür zur Rechenschaft ziehen. Es fällt mir aber schwer zu glauben das Rechte- Gesinnung oder es antisimitische Beweggründe gab die HU zu stürmen und die dortige Ausstellung zu verstören. Ein „antisemitischer Akt” Herr Markschies, ist etwas anderes.

Schüler sind i.d.R. auch Kindern. Ich hoffe man folgt dem  Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse und erfragt erst einmal die Motive der Täter.

schwarze Karten im Portemonnaie

21. November 2008

In unseren Portemonnaies finden sich unglaublich viele Karten. Neben dem Führerschein findet sich bei vielen Menschen die Krankenkassenkarte, Paypack-,  EC-, Miles & More-, Kredit- oder auch Bahn-Card.

Vor zwei Tagen stand vor mir in der Schlange vor einer Kasse ein Mann der eine Karte zum bezahlen zückte die ich so auch noch nicht häufig gesehen haben. Die Kassiererin war sehr überrascht und fragte den Eigentümer gleich nach seinem Personalausweis.

Eine schwarze American Express präsentiert der, eher wie Langzeitstudent gekleidete, Herr vor mir.  An Äußerlichkeiten darf man sich einfach nicht aufhalten. Kleider sagen meistens nichts über die Person die sie trägt.

Was hat es den nun auf sich mit dieser „schwarzen American Express (Amex) Card?

Das Ganze nennt sich bei Amex „CENTURION Card” und wird nicht direkt  beworben. Viel mehr nutzt man hier wohl das Marketing-Instrument schlecht hin für Luxusgüter, man verknappt das Angebot und erzielt so einen gewissen Anschein an Luxus.

Neben vielen Versicherungsleistungen und Komfortprogrammen  bietet  diese Karte wohl auch einen variablen Kreditrahmen.  Was natürlich für vielreisende ganz angenehm sein kann. Ich kenne es aus eigener leidhaften Erfahrung. Da hat man nicht aufgepasst und die die nette Dame von der Lufthansa sagt einem „Es tut mir leid, Ihre Karte ist überbucht. Haben Sie eine weitere Karte für mich?”

Solche Probleme gehören der Vergangenheit an. Vorausgesetzt man wird von Amex  dazu eingeladen, Platin- Mitgliedschaft vorausgesetzt  und ist bereit die etwa 1000 Euro Gebühren zu bezahlen.

Im Internet kann man einiges über diese Karte lesen. Angeblich sollen etwa 2.000 Bundesbürger über eine solche Karte verfügen. Eingeladen werden wird man wohl nur bei einem Jahresumsatz im sechsstelligen Bereich.

Bahn Card 100 in schwarz

Die amex ist aber nicht die einzige Karte in schwarz. Die Bahn färbt Ihre Bahnkarte 100 auch in die Farbe Schwarz. Anscheint symbolisiert schwarz einen gewissen Premiumstand.

S-Bahn will pünktlicher werden – nur wann?

18. November 2008

Die Berliner Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) ist gnädig mit der Berliner S-Bahn und kürzt nun doch Zuschüsse vom Land nicht. Dem vorrausgegangen ist das Eingeständnis des Chefs der S-Bahn Berlin, Tobias Heinemann, der ein Friedensangebot unterbreitete.

Dabei klang die Senatorin Mitte Oktober noch ziemlich entschlossener!

Das ganze bestand aus der Beteuerung, dass alles besser wird. Man hat so gar einen Namen dafür gefunden: „Pünktlichkeitsoffensive”!

Dem Thilo Sarrazin (Finanzsenator) hätte es bestimmt, wie auch mir kleinen Mann, gefreut die S-Bahn wird für ihr Missmanagement und Drang zum radikalen Sparen und damit einhergehenden Serviceverschlechterung bestraft.

Zwei Tage auf Arbeit und gleich verwöhnt mich der Lautsprecher am Bahnhof mit “unregelmäßigen Zugverkehr”. Früher gab es wenigstens einen Bahnvorsteher an dem man seinen Frust ablassen könnte.

Für mich beginnt damit dauert da mal wieder der einfache Weg zur Arbeit ganze 2 Stunden oder 120 Minuten. Ich könnte es auch in 80 Minuten schaffen. Zu Ostern und Weihnachten muss ich aber nicht arbeiten.

Vielleicht beginne ich ja damit am Wochenende zu arbeiten. Aus unerklärlichen Gründen fährt dann der Bus, der mich die letzten sieben Kilometer bringt, auch im 20 Minutentakt.

Wer jetzt auf Ideen kommt wie “na dann fahre doch mit dem Auto”, den sei gesagt das es 35 Kilometer Fahrtstrecke sind. Das ist auch bei den jetzigen Spritpreisen keine Alternativ.

Ruft doch mal an – deine Freund und Helfer

6. Oktober 2008

„Jedes Schwein ruft mich an”: so nimmt die TAZ die Berichterstattung zum Datenloch bei der Polizeigewerkschaft auf.

Die Polizeigewerkschaft hält ein nicht abzuschlagendes Angebot für seine Mitglieder bereit. In Zusammenarbeit  mit einem Mobilfunkproviders, stellt es jedem Mitglied ein Handy zur Verfügung. Somit ist sichergestellt das Polizisten auch bei nicht vorhandenem digitalen Behördenfunk immer erreichbar sind.

Nun hat sich die Polizeigewerkschaft auch ein „Datenleck” geleistet. Sowas ist ja nun in jeder größeren Firma oder Einrichtung durchaus möglich. Sind doch auch Polizisten nur Menschen. Der Bürger konnte die Telefonnummer seines Kontaktbeamten problemlos auf einer Liste einsehen. Natürlich fanden sich auf dieser Liste nur Namen und Telefonnummern. Den Namen seines Kontaktbeamten hat ja aber natürlich jeder griffbereit.

Verwundert hat mich an der Berichterstattung nur die Nennung des Mobilfunkproviders. Dabei handelt es sich nicht um T-Mobile die mit Ihren Daten ja auch gerne mal ein wenig schlampig umgehen. Nein die Polizei funkt im Netz von e-plus. Regelmäßige Verbindungsabbrüche und Funklöcher sind inklusive.

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