Erstmal zum Wetter hier in Dublin. Man kann problemlos in kurzen Hosen gehen, sollte aber immer was dabei habenn zum drüber ziehen. Ist die Sonnen nämlich erstmal hinter einer Wolke verschwunden, ist es gar nicht mehr so warm.
Es ist hier deutlich angenehmer als in Berlin mit über 35 Grad.
Nun aber zum Wochenende. Wir hatten ja eine Menge zu tun. Als erstes stand der Besuch bei den “Irish Track and Field Championships” an. Wir wollten meine irischen Trainingskameraden von von den Crussaders A.C. über 3000m Hindernisse anfeuern.
Wie sich das für Irland gehört, waren wir sehr spät dran. Der Bus der uns dahin bringen sollte hat uns leider im Stich gelassen. Erst kam kein Bus und dann gab es wohl Probleme mit dem Motor. Es hörte sich so an als ob das Getriebe nicht greift. Anstatt den Bus zu parken und zu sagen “Sorry”, versucht der Busfahrer es immer wieder. Ist bestimmt gut für das Getriebe und den Motor.
Bei der nächsten Möglichkeit sind wir raus aus dem Bus und haben uns ein Taxi genommen. Das war dann auch unser erstes Race an Samstag.
Im Stadion angekommen, sind wir an der Einlasskontrolle ohne Tickets vorbei gerannt, schnell eine steilen Hügel hinauf gehetzt und könnten sehen wie die Jungs sich schon auf den Weg gemacht hatten. Aber es war noch Spannend da Eugene an zweiter Position festgesetzt hat und mit dem ersten zusammen ein einsames Rennen lief.
Wir waren also genau richtig gekommen!
Die letzten auf der letzten Gegengerade hat Eugene dann das Tempo leicht gesteigert und ist an dem ersten vorbei. Der macht das in einer Art und Weise, das ist total gemein, es sieht nämlich gar nicht so aus das er beschleunigt. Das ist nicht so ruckhaft wie bei mir sondern der zieht seine Schritte einfach ein klein wenig länger und länger. Der erste ist dann am letzten Wassergraben auch noch gestürzt und Eugene ist ganz locker dem Ziel entgegen gerannt. Damit hat Eugene seinen sechsten Meistertitel. Dieses Jahr wird er seine Saison, die mit einer bösen Verletzung gestartet ist, mit seiner Hochzeit krönen.
Ist ein komisches Gefühl da jemanden laufen zu sehen denn man kennt. Auf jeden Fall bekommt man gleich wieder Lust zu laufen!
– Hurling im Croke Park –
Am Sonntag war dann ein echtes Highlight in Sachen irsh Sports. Wir waren in “Dem Hurling Stadion” schlechthin, dem Croke Park. Das ist das fünft größte Stadion in Europa. Es steht mitten in der City und kann unglaubliche 82,500 Besucher aufnehmen. dabei benötigt es aber eine recht kleine Fläche. Das Geheimnis dabei ist das die oberen Ränge ganz steil sind und somit mehr Leute auf einer kleineren Grundfläche Platz finden.
Leider hatten wir trotz 38,50 Euro Eintritt recht schlechte Plätze. von der Atmosphäre war nicht viel zu merken. Nach dem Spiel waren wir bei den unteren Rängen. Die direkt am Spielfeld. Da ist das eine ganz andere Sache. Mann ist so dicht bei den Spielern und sieht alle Einzelheiten.
Ich verstehe jetzt auch warum Hurling als das schnellste Spiel betitelt wird. Es ist wirklich enorm schnell und das auf so einer großen Fläche wie dem Hurlingspielfeld. Man muss wissen das die Huriingspieler keine Profis sind. die gehen heute wieder ihrem normalen Job nach. Das ist enorm wenn man das Spiel sieht. Die Jungs sind auch wirklich hart im nehmen.
Insgesamt war es schön mal in diesem Riesen Stadion gewesen zu sein und Hurling richtig life miterleben zu können. Die Technik von Hurling ist wirklich unglaublich.