Heute beschäftigen wir uns mit der Krisenabwehr. Als Beispiel soll uns hier das halb-privatisierte Unternehmen die Deutsche Bahn dienen.
Krisenabwehr nach Mehdorn/Gruber/Homburg
- Egal was passiert ist, es handelt sich immer um einen Einzelfall. Weitere Vorfälle sind schlicht nicht bekannt.
- Man schickt seinen Vorstand los, sich bei einer möglichst kleinen Gruppe von Geschädigten zu entschuldigen. Dies diktiert man fleißig in die Schreibblöcke der Journalisten.
- Ein weiteres Vorstandsmitglied verspricht Entschädigungen. In welcher Form, Höhe und in welchem Zeitraum dies erfolgen wird, wird nicht bekannt gegeben.
- Man schaltet ein Krisentelefon mit einer 0800 5 Nummer (unberechenbare Kosten wenn man wirklich mal aus dem Mobilfunknetz anruft) und weist auf seine schlecht strukturierte Webseite hin, auf der man aktuelle Informationen und Hinweise gibt. Das schafft keine Abhilfe, es soll aber Leute geben die sich sagen: „Mensch, die Bahn hat ein hervorragendes Krisenmanagement“.
- Man verspricht eine schonungslose Aufklärung der Zustände. Oder im Klartext: Man tauscht die Geschäftsführung der verursachenden Sparte des Unternehmens aus.
- Man jammert und versucht die Schuld an seine Tochterunternehmen und Zulieferer abzuwälzen. Welche eigentlich zum Konzern gehören, für die Bücher aber zu eigenen GmbHs gewandelt wurden.
Beachte: Man sollte ausreichend Sparten und Tochterunternehmen vorhalten.
Morgen erfahren wir warum man ausreichend ehemalige Gewerkschaftsfunktionäre und Politiker in Aufsichtsräten und Vorstandsetagen zwischenparken sollte.

Andreas wünscht sich einen
Das hat zur Folge, dass mein Schwesterherz ab und an da steht und sich nicht das zu Essen machen kann was sie möchte. Das kann auch schon mal bedeuteten das sie am Sonntagabend hungert weil die Kameraden ihr alles weggefressen haben.