Lebenszeichen

19. Mai 2009

Lang nichts von mir hören gelassen. Dafür bin ich jetzt regelmäßig am Zwitschern. Dank einer Integration bei Facebook macht das ganze richtig Spaß.

In letzter Zeit war auch einfach viel zu tun. Die Arbeit will gemacht werden und sportlich sind wir mitten in der Vorbereitung zu Leichtathletik Weltmeisterschaft.  Keine Sorge, mich hat der Größenwahn nicht übermannt. Es geht für meinen Schützling Tim Stegemann um die Qualifikation zur U18 Weltmeisterschaft in Italien. Als Deutscher Meister seiner Altersklasse 2008 will er nun auch international zeigen, dass er etwas drauf hat.

Für mich bedeutet das viele längere Läufe, hin und wieder mal eine Hürde oder gar ein Hindernis im Weg.  Denn am 10. Juli gilt es für Tim den Vorlauf über 2000m Hindernisse zu überstehen und möglichst den einen oder anderen Schwarzafrikaner hinter sich zu lassen.

Um das sicher zu stellen waren wir bereits mitte April auf Usedom und werden uns morgen bereits wieder dahin aufmachen, um noch einmal an der Technik zu feilen und den ersten Feinschliff zu holen. Ich will ja nicht angeben, aber: Das sieht bei mir schon richtig gut aus mit dem Wassergraben. Leider sind in meiner Altersklasse ganze 3000m über die Hindernisse zu laufen. Ich würde eher ein 800m oder 1000m Hindernisrennen bevorzugen

Ich habe mich am vergangenen Wochenende sportlich in Aktion gezeigt. Bei einem kleinen Meeting habe ich mich an die 300m gewagt und musste feststellen das drei Wochen Training in Spikes nicht ausreichend sind um alle zu schlagen. Somit blieb mir nur der zweite Platz.

Insgesamt bin ich aber froh überhaupt wieder laufen zu können. Bereits in der Hallensaison behinderte mich mein linker Fuß. Ich hatte gar Angst es könnte eine Stressfraktur sein. Dadurch durfte ich Ärzte erleben die mir ernsthaft geraten haben: „Wenns beim laufen weh tut – na dann laufen sie einfach nicht. Wenn es in sieben Wochen noch weh tut kommen sie einfach wieder”.

Mein alter Vertrauensarzt Dr. Rehak hat sich Meiner angenommen und bei einer ausgiebigen Anamnese festgestellt das nichts am Knochen ist sondern das ich Verklebungen und Blockierungen am Rücken habe die dafür sorgen das Innen- und Außenrotation des Fußes nicht mehr möglich waren. Die Muskeln ließen sich einfach nicht ansprechen. So entstehen Schmerzen, wenn man ganze Muskelgruppen nicht verwenden kann.

Mit der Hilfe von Dr. Rehak habe ich die letzten Wochen hart an meiner Disbalance gearbeitet und die ersten Früchte ernten können. Es ist so herrlich, nach 16 Wochen Schmerzen wieder in Spikes laufen zu können!

Einen Kommentar schreiben