Die Berliner Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) ist gnädig mit der Berliner S-Bahn und kürzt nun doch Zuschüsse vom Land nicht. Dem vorrausgegangen ist das Eingeständnis des Chefs der S-Bahn Berlin, Tobias Heinemann, der ein Friedensangebot unterbreitete.
Dabei klang die Senatorin Mitte Oktober noch ziemlich entschlossener!
Das ganze bestand aus der Beteuerung, dass alles besser wird. Man hat so gar einen Namen dafür gefunden: „Pünktlichkeitsoffensive”!
Dem Thilo Sarrazin (Finanzsenator) hätte es bestimmt, wie auch mir kleinen Mann, gefreut die S-Bahn wird für ihr Missmanagement und Drang zum radikalen Sparen und damit einhergehenden Serviceverschlechterung bestraft.
Zwei Tage auf Arbeit und gleich verwöhnt mich der Lautsprecher am Bahnhof mit “unregelmäßigen Zugverkehr”. Früher gab es wenigstens einen Bahnvorsteher an dem man seinen Frust ablassen könnte.
Für mich beginnt damit dauert da mal wieder der einfache Weg zur Arbeit ganze 2 Stunden oder 120 Minuten. Ich könnte es auch in 80 Minuten schaffen. Zu Ostern und Weihnachten muss ich aber nicht arbeiten.
Vielleicht beginne ich ja damit am Wochenende zu arbeiten. Aus unerklärlichen Gründen fährt dann der Bus, der mich die letzten sieben Kilometer bringt, auch im 20 Minutentakt.
Wer jetzt auf Ideen kommt wie “na dann fahre doch mit dem Auto”, den sei gesagt das es 35 Kilometer Fahrtstrecke sind. Das ist auch bei den jetzigen Spritpreisen keine Alternativ.
