Weltklasse Zürich

10. September 2007

Weltklasse Zürich - Feuerwerk

Kurz vor dem Highlight der Leichtathletik, aus deutscher Sicht, findet alljährlich das weltbeste Leichtathletikmeeting „Weltklasse Zürich“ statt. Als Leichtathletik-Verrückter und Reisemutiger habe ich die Strapazen auf mich genommen und versucht ein paar Tickets für das meist auf Jahre im Voraus ausverkaufte Meeting zu bekommen. Dank eines neuen Stadions und damit erhöhter Zuschauerkapazität, war es nun dieses Jahr möglich als Außenstehender ein Ticket zu kaufen. Es sollten dann auch gleich Stehplatztickets sein – eher ungewöhnlich für eine solche Veranstaltung.

Das Meeting hat seinen Ruf und das stimmungsmäßig nicht zu Unrecht. Was die Schweizer mit knapp 27.000 Zuschauern können, versuchen wir mitzunehmen und am kommenden Wochenende im Berliner Olympiastadion beim DKB-ISTAF zu realisieren. Tosender Applaus, ein Hexenkessel, dass muss man erstmal bringen.

Ganz neue Wege haben die Schweizer eingeschlagen in dem Sie keine Pacemaker mehr eingeladen haben. Statt hohe Startgelder zu zahlen, wurden hohe Preisgelder geboten. Der Sieger einer jeden Disziplin konnte neben einer Tag Heuer Uhr auch 20.000 Dollar mit nach Hause nehmen. Eine große Summe in der Leichtathletik. So gab es bis zum Ende spannende Rennen. Meist entschied sich der Ausgang des Wettkampfes erst auf der Zielgeraden.

Eine Schippe drauf legen konnten die Schweizer Zuschauer als es um die Staffeln ging. 27.000 Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen und feuerten frenetisch ihre Eidgenossen an.

Weltklasse Zürich - Ausflug zum Zürichberg

Die Stadt Zürich hat ein Flair von Italien. Die Leute sind gut gekleidet, die Sportwagendichte schlägt deutsche Städte wie München und Hamburg problemlos. Selten so schöne und teure Autos auf den Straßen gesehen.

Die Altstadt von Zürich, mit ihren Gassen, kleinen Geschäften und Cafés verleitet zum Träumen. Eine Dampferfahrt auf dem Zürichsee ist absolut zu empfehlen. Mit den Schneebedeckten Alpen im Hintergrund, bietet die Schifffahrt ein traumhaftes Panorama.

Ein Tipp unseres Reiseführers war das kostenlose Ausleihen von Fahrrädern. Ursprünglich als fabelhafte Idee empfunden, entpuppt sich das besteigen des Zürichbergs per Fahrrad als absolut Herausforderung für Mensch und Material. 200 Höhenmeter mit gefühlten 35% Steigung, absolut nichts für den Hochsommer und Flachlandtiroler. Viel eher empfiehlt es sich da, an der Strandpromenade entlang zu radeln oder die nicht ganz so weit oben beheimateten Sehenswürdigkeiten, wie den Botanischen Garten zu erkunden.

Rundum ein schöner Kurzurlaub mit tollem Wetter, viel Spaß, viel Lachen und der Erkenntnis: Die Schweiz ist eine Reise wert.

Einen Kommentar schreiben