Testbericht ThinkPad X60

29. Mai 2007

Schon vor langer Zeit hat mich das Design und die Robustheit der ThinkPads beeindruckt. Immer wieder hört man von sehr zu friedenden Besitzern eines der „schwarzen Briketts“. Das richtige Betriebssystem (OS X) lässt sich noch nicht installieren. Nach dem Kauf der ThinkPad-Sparte durch Lenovo, kann ich keinen Qualitätsverlust feststellen. Daher ein kurzes Fazit gleich am Anfang. Lenovo baut im alten und bewährten Design der IBM ThinkPads ganz hervorragende Geräte.

Kommen wir erstmal zu meinen Beweggründen. Anfang des Jahres habe ich bei einer guten Bekannten ein ganz kleines 11“ großes Sony Vaio mit einem Gewicht um die 1 Kilogramm gesehen und durfte es gar anfassen. Ein edles Stück Technik von Sony was mich mit seinen etwa 7 Stunden Akkuleistung auf ganz Verrückte Ideen bracht wie das mehrstündige Arbeiten in der Bahn oder den Computer immer einsatzbereit bei mir zu haben.

Ich stand schon immer auf kleine Dinger. Zuletzt hatte ich ein sehr altes Compaq Evo N400 als PC in meinem Haus stehen. Mit 850 Mhz war es aber einfach keine Alternative wenn mein sehr teures Powerbook mal wieder wegen aberwitzigen Fehlern zwei bis drei Wochen in der Werkstatt stand.

Also sollte es ein Leistungsstarker kleiner Rechner werden. Da ist dann auch schon das größte Problem. Der Groß, der wirklich mobilen Arbeitsgerät, ist ein Organizer mit Tatstatur und besserem Bildschirm. Mit langsamen Intel CoreSolo und Taktraten von nicht mehr als 1,33 Mhz konnte mich kein Gerät überzeugen.

Lenovo hat es dann aber doch geschafft. Die Ingeneure von Lenovo haben in ein Subnotebook das um die 1,3 Kilogramm wiegt tatsächlichen einen ausgewachsenen Intel Core2Duo untergebracht. Anscheint ein Meisterwerk da kein anderer Hersteller seine ultramobilen Geräte mit der Power ausstattet. Der Ausgewachsene T2400 von Intel mit 1,86 Ghz stellt in Sachen Rechengeschwindigkeit das ein oder andere vermeintliche Schnäppchen von Aldi, Mediamarkt und Saturn in den Schatten. Wobei es sich hier um ein Subnotebook handelt.

Die Ursprünglichen 512MB-RAM sind mit der eingesetzten IBM/Lenovo Systemsoftware ThinkVantage unter Windows XP doch arg wenig. Durch die Verwendung von Handelsüblichen und derzeit sehr preiswerten DDR2 Speicher mit 667Mhz, lässt sich der Arbeitsspeicher auf bis zu 4GB erhöhen. Die Ausbaufähigkeit sollte für ein Notebook genügen.

Der Bildschirm bietet auf seinen 12“ die altbekannte Auflösung von 1024×768 Bildpunkte. Viele aktuelle Notebooks kommen mit einem So genannten WideScreen daher. Bei einem Bildschirm von 12“, empfinde ich die Auflösung ausgesprochen angenehme. Insgesamt könnte der Bildschirm etwas heller sein. Das habe ich aber bisher bei allen Noteooks bemängelt. Der Kontrast ist trotz nicht eingesetzten BrightScreen sehr Kontrastreich und zeigt einen deutlichen Unterschied zu preiswerteren Notebooks beim Discounter. Der gute Kontrast macht den Mangel der Helligkeit gut weg. Schließlich geht eine massive Helligkeit auf den Akku.

Das Energiemanagment ist hervorragen. Die Systemsoftware ThinkVantage bietet gar einen eigenen Energiemanager in dem sich viel feinere Einstellungen und Vorgaben machen lassen als beim Windows eigenen Manager. Im Akkubetrieb läuft das Gerät so gut wie immer gedrosseltem. Rund 2 mal 987Mhz reichen vollkommen aus für den Großteil der Arbeiten unterwegs. Einen Leistungseinbruch kann man beim üblichen Arbeiten mit Windows, Office und im Internet surfen nicht feststellen.

Der mitgelieferte Akku besitzt nur vier Zellen und schafft damit mit WLAN um die 2 ½ bis 3 Stunden. Alternativ gibt es einn Akku mit doppelter Kapazität der sicherlich meine nächste Anschaffung wird.

Ein großer Pluspunkt geht an die Konnektivität. Der WLAN Empfang ist unglaublich. Wo andere Geräte schon lange die Hufen hochreißen, zeigt das kleine Schwarze vollen Empfang. Auch eine Ausprägung die man vermutlich explizit für Business Notebooks vorhält. Der Vorstandsvorsitzende möchte natürlich auch in der hintersten Ecke der Lufthansa-Lounge noch seine E-Mails abrufen. Mit der bereits mehrmals erwähnten ThinkVantage Software, lassen sich zwischen mehrere Netzwerke beliebig switchen. Man legt einzelne Profile an und je nach Situation versucht die Software das richtige Profil zu benutzen oder man wählt es kurz von Hand. Auf Arbeit weiß die Software mir eine dynamische IP zu, zu Hause erhalte ich automatisch Verbindung per WLAN mit einer festen IP-Adresse.

Die ThinkVanatage Software beinhaltet aber noch eine Menge anderer nützlicher Tools die die Arbeit mit Windows in meinen Augen erst möglich machen.

Nette Features sind unter anderem noch der Festplatten Motion Sensor der Erschütterungen registriert und die Festplatte darauf hin anhält. Ist dieser Sensor zu fein eingestellt, wird die Bahnfahrt kein vergnügen. Man kann die Einstellungen aber Problemlos editieren.

Ich bin begeistert von meinem X60 und gebe es so schnell nicht wieder her.

Zu empfehlen ist die Zusatzoption „3 Jahre Vor-Ort-Service“. Das bedeutet das innerhalb von 6 Stunden ein Service-Techniker kommt der versucht das Gerät zu verlieren. Ansonsten hat er ein Ersatzgerät gleich mit.

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