Fußball – es ist Liebe

2. Mai 2006

In einem Beitrag der „taz“ nimmt, der ehemalige Torwart der Frankfurter Eintracht, Jürgen Pahl, Stellung zu einer Anfrage der „taz“ für das tax special zur Fußball WM. Jürgen Pahl lebt seit vielen Jahren in Paraguay.

Es ging darum für wenn er bei der WM ist. Für sein Vaterland oder eher für seine neue Heimat.

Das ganze ist zu lesen auf Spiegel.online

Liebe zum Fußball?

… Der Fußballprofi identifiziert sich längst nicht mehr mit seinem Verein, trotz dieser Gehälter. Läuft’s, dann läuft’s, und ich lasse mich feiern. Läuft’s nicht, auch egal, dann wechsle ich halt den Verein. Das ist kein Klischee, das ist ein Problem. Warum, frage ich, sollte ich heute noch Liebe zum Fußball haben? Warum sollte ich mit diesem Brief einen kostenlosen Beitrag leisten zu einem Ereignis, bei dem sich auch nur wieder einige wenige die Taschen voll machen? …

… Awacs-Flugzeuge und Terrorangst sind das Resultat weltweiter ungerechter Entwicklungen. Globaler verheerender Klimawandel ist die Folge der Ausbeutung dieser Welt. Wir haben schreiende soziale Ungerechtigkeit weltweit, völkerrechtswidrige Kriege mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt, und der nächste Krieg wird psychologisch in den Köpfen der Massen schon vorbereitet. Das sind die Rahmenbedingungen dieser WM, die als Ablenkung gelegen kommt. …

… Was ich tat, tat ich stets mit Herz und Überzeugung …

Können heutige Fußballprofis das uneingeschrenkt so unterschreiben, wenn es um Ihren Beruf geht?

…Nicht nur weil ich jetzt hier wohne, sondern aus meiner Logik und meinem Herzen heraus hoffe ich, dass Paraguay das Griechenland dieser WM wird. Sie mögen diesen satten Ländern mal zeigen, dass es doch anders geht.

Einen Kommentar schreiben